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Köln  macht sich stark für
Archäologische Zone
und  Jüdisches Museum


EIN NEUES MUSEUM IM HERZEN DER STADT
– einmalig in Europa!
Parteiunabhängige zivilgesellschaftliche Initiative von Kölner Vereinen, Institutionen und Persönlichkeiten

Ein großartiges Projekt findet breite Unterstützung

„Köln versteckt seine jüdische Vergangenheit und Gegenwart nicht!“ — Prof. Dr. Hiltrud Kier

DIE IDEE EINES JÜDISCHEN MUSEUMS auf dem Platz vor dem Rathaus gibt es bereits seit den 1950er-Jahren. Intensiv diskutiert wird sie seit rund zwanzig Jahren – und bis heute auch kontrovers. Doch eine deutliche Mehrheit der Kölner ist für den Bau eines Jüdischen Museums über der Archäologischen Zone. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die der Kölner Stadt-Anzeiger im Mai 2014 in Auftrag gegeben und in der Ausgabe vom 20. Mai veröffentlicht hat. Danach sprechen sich 61 Prozent für das Museumsprojekt aus, 39 Prozent lehnen es ab.

Die öffentliche Diskussion ist damit nicht beendet, und die hier aufgeführten Persönlichkeiten, Institutionen und Vereine sind bereit, sich ihr zu stellen. Sie sind ein Teil der Kölner Stadtgesellschaft und bekennen sich zum Museums-Ensemble aus Archäologischer Zone und Jüdischem Museum.

Andreas Kossiski, DGB-Vorsitzender Köln Rolf Domning, Stadtsuperintendent des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region Dr. Navid Kermani, Schriftsteller, Orientalist Dr. Martin Bock, Leiter der Melanchthon-Akademie, Köln Dr. Bernd Wacker, Leiter der Karl Rahner Akademie, Köln Dr. Marcus Trier, Direktor Römisch-Germanisches Museum Köln, und kommissarischer Leiter der Archäologischen Zone Dr. Mario Kramp, Direktor Kölnisches Stadtmuseum Dr. Werner Jung, Direktor NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln Roswitha und Erich Bethe, Bergisch Gladbach Prof. Dr. Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. / Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland Prof. Dr. Hiltrud Kier, ehemalige Generaldirektorin der Kölner Museen und Stadtkonservatorin Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, ehemalige Kölner Dombaumeisterin; Vorsitzende des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Ortsverband Köln Dr. Annette Haller, Germania Judaica, Köln Dr. Hans Günter Bell, Verein zur Förderung der politischen Kultur e.V. / Sozialistisches Forum Rheinland Bund Deutscher Architekten BDA Köln e.V., Prof. Andreas Fritzen, Vorsitzender Synagogen-Gemeinde Köln, K.d.ö.R. Jüdische Liberale Gemeinde Köln, Vorstand Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V., Vorstand Verein EL-DE-Haus e.V., Peter Liebermann, Vorsitzender; Hajo Leib, stv. Vors., sowie Vorstand Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln - Tel Aviv-Yafo e.V., Monika Möller, Vorsitzende Gesellschaft zur Förderung eines Hauses und Museums der Jüdischen Kultur in Köln e.V., Dr. Klaus Burghard, Vorsitzender Lern- und Gedenkort Jawne e.V., Dr. Ursula Reuter, Vorsitzende Initiative für das Haus und Museum der Jüdischen Kultur in Köln Milch und Honig – Jüdisches Kulturzentrum Köln e.V., Hana Fischer, Vorsitzende Rhenania Judaica / Jüdisches Rheinland, Tal Kaizman B‘nai B‘rith Rheinland-Loge zu Köln, Miguel Freund, Präsident

Eine Erweiterung dieses Unterstützer-Kreises wird angestrebt.

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INTER IUDEOS

Auf historischem Grund entsteht vor dem Rathaus das Jüdische Museum

Ein einzigartiger Ort

Wo später die Kölner ihr Rathaus errichteten, hatten schon die Römer ihren Statthalterpalast, das Praetorium. Im Mittelalter befand sich direkt vor dem Rathaus Europas bedeutendstes jüdisches Stadtquartier. Die Mikwe, eines der ältesten erhaltenen jüdischen Kultbäder in Deutschland, und die Überreste der frühmittelalterlichen Synagoge sowie jüdischer Bürgerhäuser zeugen bis heute davon. Hier werden im neuen Museums-Ensemble römische, mittelalterliche, christliche und jüdische Zeugnisse der Stadtgeschichte am authentischen Ort anschaulich gemacht. Nirgendwo sonst in Köln ist Geschichte so unmittelbar zu erleben - ein in Europa einzigartiger Ort.

Älteste jüdische Gemeinde

Im Jahre 321 verfügte der römische Kaiser Konstantin, dass auch Juden in den Kölner Stadtrat berufen werden sollten. Sein Dekret, als Abschrift im Vatikan erhalten, belegt: Köln ist Sitz der ältesten, urkundlich bezeugten jüdischen Gemeinde nördlich der Alpen. In einer geschichtsbewussten Stadt wie dem 2000 Jahre alten Köln ist das schon Grund genug, ein Jüdisches Museum zu errichten.

Archäologische Zone

Die Grabungen vor dem Kölner Rathaus haben Funde von europäischer Bedeutung zu Tage gefördert. Internationale Archäologen und Historiker betonen ihre Einmaligkeit. Viele zehntausend Besucher ließen sich bereits durch das spektakuläre Grabungsfeld führen. Einmal fertig gestellt, wird die Archäologische Zone einladen zu einem unterirdischen Spaziergang durch zwei Jahrtausende: vom römischen Statthalterpalast zu den Relikten des mittelalterlichen Rathauses und des mittelalterlichen jüdischen Quartiers, von den Grundmauern und Kellern romanischer und gotischer Bürgerhäuser bis zu den Resten des neuzeitlichen Stadtviertels, das bis zum Zweiten Weltkrieg vor dem Rathaus existierte.

A B B I L D U N G E N

STARTSEITE: Der beschlossene Entwurf der Architekturbüros Wandel Hoefer Lorch. | OBEN: INTER IUDEOS - Auf historischem Grund entsteht vor dem Rathaus das Jüdische Museum. Kölner Stadtansicht des Kartographen Arnold Mercator aus dem Jahre 1570. | IM HINTERGRUND: HISTORISCH - Der Rathausplatz mit der Renaissancelaube auf einer Lithografie von 1823/27. Mit dem Jüdischen Museum wird der Platz in alten Ausmaßen wiedererstehen. | UNTEN: DEKRET VON 321 - Die Verfügung von Kaiser Konstantin belegt, dass schon in der Spätantike Juden in Köln lebten.

Jüdisches Museum

Die unterirdische Landschaft der Archäologischen Zone und das Jüdische Museum darüber bilden ein untrennbares Museums-Ensemble. So liegen im Ausgrabungsbereich etwa die Mikwe und die Überreste der Synagoge. Spektakuläre Durchblicke von oben aus dem Neubau machen diese Bodendenkmäler als historische Räume erfahrbar. Das ist nur möglich, weil das Museum auch als Schutzbau für die Archäologische Zone dient.

Köln verfügt im Stadtmuseum, im Römisch-Germanischen Museum, in der Germania Judaica sowie im NS-Dokumentationszentrum über Sammlungen zur jüdischen Geschichte, die zu den reichsten in Deutschland zählen. Aus Platzgründen sind sie derzeit für das Publikum nicht zugänglich. Mit diesen Schätzen der jüdischen Alltags- und Kulturgeschichte wird das neue Museum über das wechselvolle Zusammenleben christlicher und jüdischer Bevölkerung durch die Jahrhunderte erzählen. Dazu gehören Glanzstücke jüdischer Kunst und Kultur, aber auch die Zeugnisse der Jahrhunderte dauernden Verfolgungen und Vertreibungen bis hin zum Holocaust.

Ort der Erinnerung und Begegnung

Angesichts der Verbrechen durch NS­Deutschland ist ein auf kulturgeschichtliche Präsentation beschränktes Jüdisches Museum nicht mehr denkbar. Das Kölner Museum wird deshalb auch ein Ort intensiver Begegnung mit jüdischer Kultur und jüdischem Leben sein. In Köln gibt es wieder lebendige jüdische Gemeinden. Das neue Museum soll ein Zentrum des interkulturellen Dialogs werden, ein Ort lebhafter Auseinandersetzung.

Eine enge Zusammenarbeit mit anderen Kölner Museen ist verabredet. Auch die Leiter bedeutender Jüdischer Museen in Deutschland - wie die in Berlin, Frankfurt oder München - haben schon ihre Kooperationsbereitschaft erklärt.

Zwei schöne neue Plätze

Entworfen wurde das neue Museum von dem international renommierten Saarbrücker Architektur- und Stadtplanungsbüro Wandel Hoefer Lorch, das auch die Synagoge in Dresden sowie Synagoge und Jüdisches Museum in München entworfen hat. Das in Köln geplante Museum fügt sich ein ins historisch-moderne Ensemble von Rathaus und Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. Mit dieser Bebauung erhält der Stadtraum vor dem Rathaus sein historisches Gesicht zurück, das die Bomben des Zweiten Weltkriegs zerstört haben. Zwischen „Wallraf“ und dem Jüdischen Museum entsteht ein neuer, attraktiver Platz. Und vor allem: vor der Rathauslaube wird ein historischer Platz wiedererstehen, so wie er als Rahmung der Laube, Kölns bedeutendstem Renaissancebau, städtebaulich angemessen ist.

Abb.  Der kostbare Ohrring aus der Zeit um 1000 ist eines von unzähligen Grabungsfundstücken der Archäologischen Zone
 

Kulturpolitischer Mut

Deutschlandweit einzigartig und von internationalem Rang, so beurteilt die NRW-Landesregierung das geplante Museums-Ensemble. Ihren bisherigen Zuschuss hat sie mehr als verdoppelt − auf beachtliche 32,7 Millionen Euro. Die Stadt Köln wird nun weniger als 30 Millionen aufbringen müssen.

Das ist viel Geld. Doch Köln ist die Kulturmetropole des Rheinlandes. Die Stadt leistet sich eine der reichsten Museumslandschaften von Weltrang in Deutschland. Dafür wurden und werden immer wieder große finanzielle Anstrengungen unternommen, die auch immer wieder zu Diskussionen führen. Dies war auch beim Bau von Philharmonie und Museum Ludwig der Fall. Heute sind die Kölner stolz darauf − so stolz wie auf ihr 2000 Jahre altes Köln.

Vor fast zwei Jahrtausenden siedelten schon Juden in dieser Stadt. Da klafft noch eine Lücke in der Kölner Museumslandschaft. Archäologische Zone und Jüdisches Museum werden sie schließen. Die Kritiker dieses Gesamtprojektes wollen das nicht akzeptieren. Sie wollen mit stark reduzierten Vorschlägen die Kosten drücken. Doch eine Änderung der beschlossenen Planung würde den Verlust der Landeszuschüsse bedeuten. Sie wollen den Platz vor dem Rathaus weitgehend erhalten. Doch eine Archäologische Zone ohne den Überbau des Jüdischen Museums als Schutzbau ist nicht realisierbar.

Die überwiegende Mehrheit im Rat der Stadt zeigt, dass sie Mut zu Großem hat: sie will das neue Museum. Die Stadt wird mit großzügiger Hilfe des Landes den Bau finanzieren; der Landschaftsverband Rheinland (LVR) wird das Museum betreiben und die laufenden Kosten übernehmen.

Dieser kulturpolitische Mut wird die Kulturmetropole Köln bereichern.

Abb. im Hintergrund:  ATTRAKTIV - Ein neuer Platz zwischen „Wallraf“ und Jüdischem Museum
Abb. unten: Die Judengasse am Rathaus
 
 

Prominente Stimmen zum Jüdischen Museum

Konrad Adenauer

NOTAR

„Köln besaß schon im Altertum die älteste jüdische Gemeinde nördlich der Alpen, besitzt heute hervorragende Ausgrabungen aus dem Mittelalter und eine großartige Sammlung von Judaica, die schon mein Großvater Konrad Adenauer als Oberbürgermeister von Köln hat anlegen lassen. Köln war für das Judentum im Mittelalter (Schreinsbücher) und im 19. Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum. Dies alles verlangt nach Erhaltung und Darstellung am Orte selbst, nicht woanders. Da andere deutsche Städte mit viel weniger und jüngerem Bezug zum Judentum längst Jüdische Museen oder entsprechende archäologische Fundstätten ausweisen, würde Köln bei einer anderen als der vom Rat beschlossenen Handhabung seinem kulturellen Auftrag und Selbstbewusstsein nicht gerecht.“

Prof. Dr. Barbara Schock-Werner

EHEMALIGE DOMBAUMEISTERIN

„Die hochinteressanten Ausgrabungen auf dem Rathausvorplatz ergänzen die anderen archäologischen Stätten, die die vorrömische, römische, frühchristliche und mittelalterliche Geschichte der Stadt zeigen. Zusammen sind sie ein Alleinstellungsmerkmal, das keine andere europäische Stadt zu bieten hat. Das Museum über den Ausgrabungen, das nicht nur die jüdische, sondern die innerstädtische Geschichte erläutern würde, ist dazu absolut notwendig!“

Jürgen Roters

OBERBÜRGERMEISTER VON KÖLN

“Der Bau der Archäologischen Zone mit dem Jüdischen Museum ist eines der wichtigsten Kulturprojekte Kölns mit internationaler Ausstrahlungskraft.“

Dr. Dieter Graumann

PRÄSIDENT DES ZENTRALRATS DER JUDEN IN DEUTSCHLAND

„Das jüdische Leben gehört einfach zu Köln! Daran gibt es doch gar keinen Zweifel! Seit fast 1.700 Jahren sind das Judentum und die Stadt offiziell miteinander verbunden und untereinander verwurzelt. Und trotz der gewaltigen geschichtlichen Katastrophen rissen diese Wurzeln niemals ab. Heute gibt es zum Glück wieder ein lebendiges und selbstbewusstes jüdisches Leben und ein herzliches Miteinander aller Kulturen in der Domstadt.

Das Jüdische Museum wird diese historische, besondere Beziehung ganz sicher würdigen und vermitteln, und zugleich wünsche ich mir, dass es auch Ort und Inspiration für täglich neue Begegnungen wird. Es präsentiert daher nicht nur die Vergangenheit, sondern trägt bestimmt zur Stärkung dieser einzigartigen Beziehung für die Zukunft bei.“

Prof. Dr. W. Michael Blumenthal

DIREKTOR DES JÜDISCHEN MUSEUMS BERLIN

„Köln ist die Stadt mit der ersten historisch nachweisbaren jüdischen Gemeinde auf deutschem Boden. Sie existierte schon in der Spätantike und war über viele Jahrhunderte eine der wichtigsten und größten jüdischen Gemeinden in Deutschland.

Die Archäologische Zone Köln zeigt sehr anschaulich und in einzigartiger Weise, wie tief jüdisches Leben auf deutschem Boden verwurzelt und wie eng es mit deutscher Geschichte verbunden ist. Es wäre großartig, darüber in einem Jüdischen Museum mehr zu erfahren.“

Fritz Pleitgen

EHEMALIGER INDENDANT DES WDR

„Die ganz großen Projekte sind nie unumstritten. Das gilt auch für das Vorhaben ‚Archäologische Zone und Haus der jüdischen Kultur‘. Man kann der Stadt Köln nur wünschen, dass es verwirklicht wird. Es ist nicht nur ein starkes Zeugnis einer überaus wichtigen Vergangenheit, sondern auch eine Investition in die Zukunft. Dieses Projekt wird dem Ansehen Kölns und der Attraktivität der Stadt außerordentlich dienen.“

Dr. Marcus Trier

DIREKTOR DES RÖMISCH-GERMANISCHEN MUSEUMS KÖLN

„Die Ausgrabungen auf dem Rathausplatz sind - wie kein zweiter Ort - Spiegelbild der 2000-jährigen Stadtgeschichte Kölns. Der Palast der römischen Statthalter, die Residenz fränkischer und karolingischer Könige, die älteste jüdische Gemeinde Deutschlands, sie alle haben ihre beeindruckenden Spuren an diesem Ort im Herzen der Altstadt im Boden hinterlassen. Die Archäologische Zone und das Jüdische Museum führen die Besucher zurück in die facettenreiche Geschichte unserer Stadt. Authentischer lässt sich Geschichte nicht vermitteln!“

Dr. h. c. Ralph Giordano

SCHRIFTSTELLER

„Ich lebe nun seit fünfzig Jahren in Köln. Ein Jüdisches Museum im Herzen der Stadt, auf dem Boden des alten jüdischen Viertels – ich hoffe, dass ich dies noch erlebe.“
 

Abb.  Ein attraktiver neuer Platz zwischen "Wallraf" und Jüdischem Museum, Entwurf Wandel Hoefer Lorch
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Spendenaktion

Die Bethe-Stiftung verdoppelt jede Spende für Archäologische Zone und Jüdisches Museum

Die Stiftung stellt 500.000 Euro zur Verfügung, mit denen jede Spende aus der Bürgerschaft verdoppelt wird. So sollen am Ende eine Million Euro zusammenkommen. Die Spendenaktion wird zeigen, dass das neue Museum auf breite Zustimmung und Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger stößt.

 

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Wer sich für den planmäßigen Bau des Jüdischen Museums auf dem Rathausplatz einsetzen will, kann das mit seiner Unterschrift bekräftigen.

 

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